Antibiotika – Legalisierte Verhinderung von Leben

Ein grundsätzlicher Beipackzettel von Stephan Holzhaus, der das Thema Antibiotika aus religiösem, geschichtlichem  und wissenschaftlichem Blicke beleuchtet.

Zu Risiken und Nebenwirkungen:
Der folgende Text dient der Orientierung. Die Abhandlung ist wie jeder Beipackzettel schwer zu verstehen. Gedankenflucht und Abschweifungen sind möglich.

Menschen bekommen sie, Tiere, Pflanzen und die Erde sowieso, aber was bedeutet es, dass Anti-Biotika nach dem zweiten Weltkrieg zum All-Heil-Mittel erhoben wurden? Ich wage eine Diagnose und Prognose: Unsichtbare Feinde, furchteinflößende Erreger. Der Krieg ist allgegenwärtig. Menschwerdung bedroht. Heutzutage besonders in der ärztlichen Sprechstunde. Jedes Kind wird der Untersuchung ausgeliefert. Herodes-Syndrom. Äußerstes Symptom der fortschreitenden Machtkonzentration. Inzwischen haben (Pharma-)Konzerne den Staat als legitimierenden Erfüllungsgehilfen unterworfen. Die Menschheit ist in die lebensfeindlichste Epoche ihrer Geschichte eingetreten und sie hat nicht mehr lange die Wahl.

Veränderung von Denkweisen

Als ich, Heilpraktiker und Apothekersohn in dritter Generation, im Frühjahr 2007 die verheerenden Folgen einer Antibiose in der eigenen Familie miterleben konnte, entstand in mir der Wunsch nach Klärung. Zunächst tauchten Inhalte auf, die ungewöhnlich und manchmal auch überraschend dastanden. Schließlich kam es zu einer ausführlichen Abhandlung über das Thema. Weil sich erfahrungsgemäß in zeitgenössischen Biographien ähnlicher Klärungsbedarf anhäuft, bin ich gewiss, dass meine ganz persönliche Geschichte zur Orientierung beitragen kann. Deshalb schreibe ich über die Entstehung der „anti-biotischen Denkhaltung“ (anti = gegen; bios = das Leben). Was steht eigentlich dahinter, wenn wir meinen, den Feind (Erreger, Bakterien etc.) in uns zu haben und gegen ihn kämpfen zu müssen, nachdem wir womöglich von der Nachbarin oder dem Arbeitskollegen „angesteckt“ wurden?

Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben von dem Astrologen Wolfgang Döbereiner etwas darüber erfahren, was Antibiotika eigentlich anrichten können: dass sie in erster Linie unser Schicksal verhindern. Besonders auch, indem sie Denkgewohnheiten verändern, und zwar in Richtung Lebensverneinung. Der organische Zusammenhang ist mir inzwischen zugänglich: Für die mindestens 1000 Arten von Bakterien (100 Billionen Keime!) und Symbionten im Darm ist eine Antibiose ein GAU. Und der Zusammenhang mit der Art des Denkens (Peter Fitzek redet über „Die Macht der Gedanken“) ist insofern nachzuvollziehen, als dieser GAU sich über das Darmhirn (über 100 Millionen Neuronen befinden sich in der Darmwand; mehr als 40 Nervenbotenstoffe sind bekannt; 95 Prozent aller Glückshormone werden im Darm gebildet) dem Oberbewusstsein vermittelt: Angst, Ohnmacht, Zerstörung, Hass.

Ausgangspunkt Kreuzzüge

Die heute übliche massenhafte Anwendung von Antibiotika ist äußerster, in millionenfacher Unerlöstheit erlebter Abdruck eines Jahrtausend alten Konflikts.

Die Kreuzzüge waren Ausgangspunkt. Einer wie Bernhard von Clairvaux, der in missionarischer Überzeugung für Christus grausam war, stand am Beginn des Reformgedankens. Auf ihn berief sich auch der Mann aus Wittenberg, der die Abtötung des Fleisches lehrte. „Die Kirche ist das Fieber des Bernhard bis heute nicht losgeworden, in der Heiligung der Arbeit war er ein Vorgänger von Martin Luther“ (Wolfgang Döbereiner).

Es geht mir darum, ein Verständnis zu erwirken über die Entstehungsgeschichte einer „antibiotischen Denkhaltung“. Und dabei muss auch über die Folgen der Reformation gesprochen werden. Denn „Martin Luther war das Antibiotikum für die Krise der katholischen Kirche, deren Gesundung wurde unterbrochen“ (Wolfgang Döbereiner). Ein Beispiel: Der Ablass wurde durch die Reformation nie aufgehoben, heutzutage werden ja sogar Organe „gespendet“. Der Seher Novalis (Friedrich von Hardenberg), der ebenfalls in Wittenberg weilte, sagte in seiner Europarede 1799: „Mit der Reformation war’s um die Christenheit getan. Von nun an war keine mehr vorhanden…“ In der gleichen Rede warnt er vor Mühlen ohne Müller (Windrädern) … dass die unendlich schöpferische Musik des Weltalls zum einförmigen Klappern einer vom Strom des Zufalls getriebenen, ungeheuren, sich selbst mahlenden Mühle verkomme. Johann Wolfgang von Goethe hat die Veröffentlichung dieser Rede verhindert. „So blieb die kühne Vision eines Dichters und Sehers in einem Augenblick ungedruckt, in dem sie ungeahnte Wirkungen hätte entfalten können“ (Herausgeber Otto Heuschele). Goethe muss ebenfalls als Wegbereiter einer antibiotischen Denkhaltung angesehen werden, nicht nur aus diesem Grund. Er hat viele seiner genialen Zeitgenossen verhindert, besonders Friedrich Hölderlin. Aber darauf werde ich hier nicht weiter eingehen.

In meinem Buch schreibe ich im Kapitel über die Reformation auf S.108ff: „Als ich im Frühjahr 2008 auf einer Durchreise in die Lutherstadt Wittenberg kam, fiel mir am Ortseingang ein riesiges Agro-Chemiewerk auf – der Gedanke liegt nahe, dass dies an geschichtsträchtigem Ort Zeichen einer Erblast ist“.

Die Würde der Erde ist unantastbar

Der Umgang mit Mutter Erde zeigt, wo wir heute stehen. Ein wesentlicher Gesichtspunkt für das Versagen gemeinwohlorientierter Entwicklung ist die konzerngesteuerte Landwirtschaft. (Das Wort Gemeinwohl wurde von Thomas von Aquin zum ersten Mal im 13. Jahrhundert erwähnt. Doch die Bücher des großen Kirchenlehrers wurden von Reformatoren verbrannt.) Bei der „Witzenhäuser Konferenz 2012“, jener jährlichen Einrichtung der einzigen Universität in Europa, an der ökologische Landwirtschaft studiert werden kann, wurde bei einem Vortrags über die Entwicklung des ökologischen Landbaus von Gunter Vogt auch Heinrich Himmler zitiert.

Wir müssen schleunigst untersuchen, ob die bisherige, sehr starke Düngung, die wir ja erst seit 40 Jahren anwenden und über die wir praktisch noch keine Erfahrung haben, auf die Dauer gesehen im heutigen Umfang schädlich für die Gesundheit (Qualität) der Nahrungsmittel und des Bodens ist. Persönlich habe ich oft die Befürchtung, daß im Verlauf von einigen Menschenaltern unser Boden absolut steril werden könnte.“ (Himmler an Meyer, Juli 1941, BA NS 19/31/22)

Eine Schrift der IG Farben (die auch den Agro-Chemiepark in Wittenberg begründete) über die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise kommentierte Himmler 1941: „Die Berichte der IG Farben kann ich mir sehr gut vorstellen, denn ähnlich frisierte Berichte wurden von mir vor nunmehr 19 Jahren als junger Assistent im Stickstoffkonzern verlangt, in denen ich beweisen sollte, daß eine bestimmt große Anwendung von Kalistickstoff das beste für die Landwirtschaft wäre, was ich selbstverständlich nicht tat.“ (Himmler an Pohl, 29.11.1941, BA NS 19/3/22; Heiber 1968:89)

Welch ein Selbstbewusstsein bei der Infragestellung von Konzerninteressen! Und deshalb werden die Zitate auch so ausführlich behandelt – sie sollen beispielhaft zeigen, was in weit verbreiteter Geschichtsbetrachtung zu kurz kommt: Manche Vertreter des Nazi-Regimes haben sich kritisch mit der schon damals aufkommenden Industrie-Lobby auseinandergesetzt. Wir müssen verstehen dürfen, ob es ein Interesse daran gab, diese Infragestellung gegen die Wand laufen zu lassen, und welche Mächte dieses Interesse durchsetzten. Viele Institute, Firmen, Schergen und Vergifter konnten nach 1945 erst recht beginnen, gerade im pharmazeutischen Bereich! Sie waren Vorläufer jener Entwicklung, die uns heute an den Rand der Überlebensmöglichkeiten auf der Erde bringen.

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Vernichtung in vielen Lebensfeldern

Wir alle müssen uns heute eingestehen: Das chemisch-physikalische Vernichtungspotential von Verdun, Auschwitz und Hiroshima wurde nicht entsorgt, sondern landete auf Äckern (Schädlingsbekämpfung), in Krankenhäusern und Arztpraxen (Chemotherapie), und in vielen weiteren Lebens-Feldern. Gesamtgesellschaftlich ist fatal, dass die Macht der Banken und Konzerne („Kapitalsammelbecken“ Andreas Popp und Rico Albrecht: Wissensmanufaktur.de), die zumindest die Finanzierung der beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts ermöglicht hat, ungebrochen herrscht. So erzählte mir Joachim Bauck, Mitbegründer des größten und ältesten Bio-Hofes in Niedersachsen, dass ihm Agrar-Lobbyisten bei einer Hofführung zu verstehen gegeben haben: „Wenn ihr mit eurer biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise einen größeren Marktanteil als 10 Prozent bekommen solltet, werden wir das zu verhindern wissen“. Sie scheinen es zu schaffen. Mit Hilfe gezielter Propaganda, beispielsweise für BSE, EHEC, Vogelgrippe und andere angsteinflößende Erreger-Szenarien trieben sie in den vergangenen Jahrzehnten die Sterilisation der Landwirtschaft voran, sodass Agrarwüsten, Massentierställe und („Bio“-) Gasanlagen legitimiert und finanziert wurden, mittels einer von der Industrie erfundenen gigantischen Bürokratiemaschine. Kaum noch selbstständige, wahre Bauern können bleiben. Einer von ihnen, Herr von Bonin, sprach auf besagter Konferenz in Witzenhausen unter Tränen: „Wir haben viel erlebt, unter den Nazis, im Sozialismus, aber was jetzt passiert, ist noch viel schlimmer.“

Doch der Wille zur Besinnung wächst. Fangen wir an mit der Wertschätzung der Lebe-Wesen in uns, dann ändert sich die Welt da draußen!

Der Weg weg vom Antibiotika

Erste Voraussetzung einer Überwindung der „antibiotischen Denkhaltung“ ist das möglichst konsequente Vermeiden dieser Hemmstoffe. Sowohl in Lebens- als auch in Arzneimitteln. Das wäre mal ein Anfang. Alles weitere könnte sich wieder mehr fügen, weil mit dem Ausbleiben der Unterdrückung auch das jedem Menschen gemäße Leben wieder ermöglicht wird, das heißt, die eigene Bestimmung anzunehmen.

Warum in diesem Zusammenhang ein entscheidender Sachverhalt angeschaut werden muss, will ich hier skizzieren. (Die Sterndeuter erkannten ihn zuerst!)

Astrologie hat über Jahrtausende eine Möglichkeit geschaffen, wahre Bestimmung, Ordnung und Sinn im Dasein zu begreifen, im Hinblick auf ein anthropozentrisches Weltbild. Gerade sie steht deshalb am Anfang des Christentums. Der Astronom und Astrologe(!) Johannes Kepler hat diese Tatsache 1603 zum ersten Mal im Zusammenhang mit einer Jupiter-Saturn Konjunktion geklärt. Papst Benedikt XVI. sagt in seiner gerade erschienenen Jesus-Biographie: „Johannes Kepler hat eine Lösung vorgelegt () Das Sternbild konnte ein Anstoß, ein erstes Signal für den äußeren und inneren Aufbruch sein.“ Jeder ist heute aufgerufen, einen solchen Aufbruch zu vollziehen!

Astrologie, als ehemalige „Königin der Wissenschaften“, wurde von der Kirche immer wertgeschätzt. Es gab für sie sogar einen päpstlichen Lehrstuhl. Bibel und Kirchen sind voll mit astrologischer Symbolik. Doch seit Ende des 16. Jahrhunderts wird Astrologie geächtet. Im gleichen Maße, in dem sich die Reformation durchsetzte, gab es eine weitere Trennung, und zwar jene der Astronomie von der Astrologie. Erstere mochte nur noch im Außen forschen, messen und berechnen. Und letztere wurde in die Hinterzimmer der offiziellen Welt verbannt. Mit schwerwiegenden Folgen. Naturwissenschaft wurde zur Religion erhoben und so entstand jene gottlose Forschung, ein wesentlicher Ausgangspunkt aller (Natur-) Zerstörung. Die Verdrängung astrologischen Bewusstseins wurde kompensiert mit einem breiten Esoterik-Angebot. Durch diese Aufspaltung von Vernunft und Glauben verflachte das Denken. Es häuften sich sinnentleerte Aus-Bildungen. Erreger-Biologie in der 3. Klasse.

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Astrologieunterricht in Schulen? Undenkbar!

Heutzutage ist diese Möglichkeit des Begreifens den Menschen vollständig genommen. Atomisierte, zusammenhanglose Leitbilder (z.B. Erregertheorie) ersticken eigenständiges Denken. Es ist nicht erwünscht, dass Kinder schon Ahnung davon bekommen, ein Individuum zu sein. Der Staat definiert Menschen nur mehr als seelenloses Humankapital und Verbrauchsgut. Wir sind Personal (Personalausweis!) einer riesigen Firma…

Die jetzt herrschende kapitalgesteuerte Wissenschaft lehnt die Sternendeutung vollständig ab. So unterschrieben 186 Wissenschaftler im Geburtsjahr des World Trade Centers (1975, „The Humanist“) ein Pamphlet gegen die Astrologie, das der Philosoph Paul Feyerabend kommentierte:
Johannes Kepler ließ sich durch den Kopernikanismus nicht stören, denn für ihn, wie für alle gebildeten Astrologen, war die Astrologie eben nicht an den Geozentrismus gebunden. (…) 186 Unterschriften! Ganz offenbar kam es den gelehrten Herren nicht darauf an, durch Argumente zu überzeugen – denn wenn man ein Argument hat, wozu dann so viele Unterschriften? Einen Druck wollten sie ausüben, ihre Autorität wollten sie verwenden um Andersgläubige zum rechten Weg des Glaubens zurückzuführen. Eine wissenschaftliche Enzyklika liegt hier vor uns, nicht eine wissenschaftliche Abhandlung. () Als das Dokument erschienen war, wollte ein Vertreter des BBC eine Diskussion zwischen Astrologen und einigen der Nobelpreisträger in Gang leiten. Man teilte ihm mit, daß sie keine Ahnung von der Astrologie hätten. Das heißt, man hat keine Ahnung von einer Sache, verflucht sie aber öffentlich. Was kann man da noch sagen? Einzig dies, daß die Wissenschaft wirklich eine Religion ist, die ihre Gegner oder Häretiker im eigenen Lager nicht mit Argumenten sondern mit Flüchen verfolgt, wobei ich natürlich wieder feststellen muß, daß die Kirchenväter ihre alten Gegner viel besser kannten und einst viel eingehender gelesen haben, als die rationalen Herren Wissenschaftler die ihren heute. Und solche Analphabeten bestimmen, was an Schulen gelehrt werden darf und was nicht, solche Analphabeten entscheiden, wie die Milliarden von Steuergeldern verwendet werden sollen, mit denen man sie jahrein jahraus füttert, solche Analphabeten geben vor, die einzig brauchbaren Methoden zur Heilung von Krankheiten, zur Beurteilung des Charakters von Menschen, zur Vorhersage wirtschaftlicher Entwicklungen zu besitzen, solche Analphabeten lehren unsere Kinder, was wahr ist und was nicht…“ (Paul Feyerabend „Über die Methode. Ein Dialog. Eine Verteidigung der Astrologie“; Hrsg.: Volker Schendel)

Klärung hat keinen Platz im Mainstream

Dass Erfahrungen und Klärungsbewusstsein in der Mainstream-Presse kaum mehr Platz finden, musste auch ich in Göttingen erfahren. Das ansässige Tageblatt verweigerte einen Artikel über mein Buch, vielleicht auch, weil ich darin schrieb:
Rudolf Steiner, Begründer der biologischen Landwirtschaft, wurde vom Göttinger Anatomieprofessor Hugo Fuchs kritisiert und von diesem zu Unrecht „bezichtigt“, er sei jüdischer Abstammung. Obwohl das Göttinger Tageblatt damals (1920) die einseitige Anklage des Professors abdruckte, verweigerte es die Veröffentlichung einer persönlichen Gegendarstellung von Rudolf Steiner. In der Göttinger Stadthalle kam es zu einer öffentlichen Klarstellung, bei der Herr Kolisko ein Plädoyer für Rudolf Steiner und seine Anthroposophie hielt. (Herr Kolisko gab zu Beginn des Krieges mit seinem Bruder ein lesenswertes Buch über die „Zukunft der Landwirtschaft“ heraus.) Der Vorsitzende der Göttinger Anthroposophischen Gesellschaft sprach dieses im März 2009 bei einer Gedenkfeier zum 84. Todestag von Rudolf Steiner aus. Es ist eine historische Tatsache, daß die Göttinger Universitätsprofessoren Jahre später zu den deutschlandweit willigsten Schergen des Systems gehörten,- und heute ist Göttingen eine Hochburg für Gentechnik in der Landwirtschaft und Medizin.“ (Die Mittäterschaft von Professor Dr. Hugo Fuchs bei hunderten von Zwangssterilisationen wurde erst 2011 aufgedeckt.)

Vieles spricht dafür, dass Heinrich Himmler, Rudolf Heß und der damalige Landwirtschaftsminister Walther Darre die Landwirtschaft auf biologisch-dynamische Füße stellen wollten. So war auch 1936 der Rasen des Berliner Olympiastadions biologisch-dynamisch angebaut. Doch das Thema wurde u.a. von dem durch Hitler geschürten Judenhass überlagert, der sich dabei auch – im bekannten Film von Eric Till 2003 wird das völlig verschwiegen – auf Martin Luther bezog. „Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn heut erst zu sehen beginnen“. (Hitler, 1923) Und so wurde aus „Mein Kampf“ ein allgegenwärtiger Kampf gegen Erreger, Aller-Gene und „bösartige“ Krebszellen.

Meine Frau, unsere zwei Kinder und ich sind eine „Krebszelle“. Wir sind alle Krebs-Geborene. Ohne Impfungen und Antibiose in den vergangenen Jahrzehnten bekommen zu haben, können wir wohl auch deshalb heute das Rumpelstilzchen beim Namen nennen.

Wittenberg 2.0

Ich möchte meine Hoffnung auf heilsame Entwicklung begründen: Der Seher Novalis, der in Wittenberg sein Jura-Studium abschloss, bereitete einen Weg. Vielleicht auch für die „Reformation 2.0“ (Peter Fitzek), die 2012 in den Hallen des Agro-Chemiewerks in Wittenberg begann. So kann Verwandlung der alten Welt geschehen. Wandlung und Handlung beherbergen in der Zeit des Untergangs Verbindung zum Baum der Erkenntnis. Das erinnert an jenes Vorhaben, von dem der Mönch einst sprach.

Übrigens: Martin Luther verteufelte die Sterndeuterei aus persönlicher Betroffenheit. Astrologen hatten geweissagt, dass er das Volk in den Untergang führen werde. Sein Weggefährte Philipp Melanchthon lehrte sie in Wittenberg und sagte: „Wertvoll und wahrhaftig ist die Wissenschaft der Astrologie. Eine Krone ist sie des Menschengeschlechts und ihre ganz ehrwürdige Weisheit ein Zeugnis Gottes.“

Aufgrund des formalen Rahmens konnten nur einige Andeutungen gemacht werden, worum es bei meinen Erkundungen über die Hintergründe des Enstehens einer „antibiotischen Denkhaltung“ geht. In meinem Buch wird für den Leser deutlich, wie jeder Erkenntnisschritt mit einer bestimmten Zeitqualität zusammenfällt und sich so höhere Ordnung offenbart. Die werten Leser möchte ich einladen, mit Hilfe reichlich eingeflossener Quellen, eigene Denkvoraussetzungen zu erweitern und dabei die Bedeutung der Zeit-Qualität tiefer zu erkennen.

 

Quellen:
Novalis: Europarede November 1799
Carl Amery „Hitler als Vorläufer“, München 1998
Gunter Vogt „Entstehung und Entwicklung des ökologischen Landbaus“, Bad Dürkheim 2000
Gerhard Voss „Astrologie christlich“, Regensburg 2010
Wolfgang Döbereiner: gesammelte Werke „Münchner Rhythmenlehre“ und „ex nihilo“, Zeitschrift Stephan Holzhaus „Antibiotika, legalisierte Verhinderung von Leben“, Göttingen-Diemarden 2008
Niko Paech „Befreiung vom Überfluß“, München 2012
Christian Felber „Gemeinwohl-Ökonomie“, Wien 2012
s.a. www.meinelandwirtschaft.de; garte-verlag.de

 

Dieser Artikel ist erstmalig in der Ausgabe 6 des NeuZeit-Magazins veröffentlicht worden.

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Author: Gastautoren

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